Tiergestützte Therapie

Hundgestützte Intervention

„Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund." (Hildegard von Bingen)

Kontakt

Wichlinghauserstr. 82
42277 Wuppertal
Fon: 0202 - 25 22 861
Fax: 0202 - 69 86 335
moellmann@skj.de

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Hunde geben Kindern eine direkte Rückmeldung auf ihr Verhalten. Sie BEWERTEN nicht.
Sie interessieren sich nicht für die Geschichte, das Problem, die für die Menschen sichtbaren Behinderungen o. Ä.
Hunde reagieren ihren Bedürfnissen und Gewohnheiten entsprechend.
Bei der Arbeit mit Hunden steht nicht das Problem des Kindes, sondern das Tier im Vordergrund.

Hunde kommunizieren mit Körpersprache. Das ist die uns vertrauteste Kommunikationsform. Intuitiv wissen die meisten Kinder/Menschen die Körpersprache des Tieres zu deuten, wenn sie sich Zeit und Ruhe nehmen, diese zu beobachten.

Hunde verfügen über praktisch dieselbe grundlegende Affektskala, wie sie auch dem Menschen eigen ist: Furcht, Angst, Wut, Trauer, Langeweile, Gleichgültigkeit, Schmerz und Unlust auf der einen, Freude, Liebe Anhänglichkeit, Zärtlichkeit, frohe Aufmerksamkeit, Erwartung, Erregung, Übermut und Lebenslust auf der anderen Seite.

Die Gründe, warum ein Hund so eine positive Wirkung hat:

  • Er ist wertfrei und bedingungslos
  • Er motiviert, die intrinsische Motivation wird angeregt
  • Er dient zur Projektion
  • Psycho-Vegetative Entspannung durch Streicheln, Kontaktliegen, Lagern
  • Er ist klar und authentisch im Verhalten und reagiert unmittelbar
  • Er gibt ein positives "Machtgefühl"
  • Er holt Menschen in der Versorgerrolle ab, egal wie gehandicapt der Mensch ist
  • Er schafft körperliche Nähe auf sozial-kompetente/akzeptierte Weise
  • Er führt zu einer höheren Regelakzeptanz
  • Er hat eine "Eisbrecherfunktion"
  • alle Tätigkeiten um den Hund haben Sinn
  • der Hund hat eine ähnliche Affektskala
  • Identifikation mit dem Hund ist möglich

 

Mein Name ist Julia Möllmann.

Ich bin Dipl.-Sozialpädagogin, arbeite seit 2005 im SKJ e. V. und leite seit 2010 die Kleinst-Jugend-WGs Minimali.

Mein Hund Carla ist eine 6 Jahre alte Labradorhündin. Gemeinsam haben wir 2013 die Therapiebegleithundeprüfung nach den Rechtlinien des TBD e. V. im M.I.T.T.T. (Münsteraner Institut für therapeutische Fortbildungen und tiergestützte Therapien) absolviert.
Seitdem wir die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, unterstützt sie mich an den Stellen meiner Arbeit, wo es Sinn macht.

Für die Jugendlichen ist Carla Schmusepartnerin, Zuhörerin und Spielgefährtin.

Sie fördert und stärkt die sozio-emotionale Entwicklung der Jugendlichen. Durch ihre Feinfühligkeit reagiert sie auf das Verhalten der Jugendlichen und gibt mir die Möglichkeit, ihre Reaktionen zur Impulsgebung in den Gesprächen mit den Jugendlichen einzusetzen.

Durch Carla werden auch unmotivierte Jugendliche aktiv. Auf gemeinsamen Spaziergängen werden Spiele und Übungen mit dem Hund durchgeführt, die sehr klar umgesetzt werden müssen, damit Carla weiß, was sie zu tun hat. Das benötigt eine klare Körpersprache, deutliche Kommandos, Konsequenz und vor allem Durchhaltevermögen. Gelingt die Übung ist dies ein spürbarer Erfolg für die/den Jugendliche/n.

Carla ist ebenfalls Motivator bei Hausaufgaben oder Vorbereitungen auf Klassenarbeiten. Den Hund nach erfolgreicher Erledigung der Aufgaben mit einem Leckerchen belohnen zu können, ist ein viel höherer Anreiz als dem Jugendlichen selbst etwas zukommen zu lassen.