Angebote

Tiergestützte Therapie

„Die Seele des Pferdes äußert sich nur denjenigen die sie suchen" (Gustav Rau)

Kontakt

Wilhelmstraße 23
58332 Schwelm
Fon: 02336 - 24 03
Fax: 02336 - 91 46 20
jwg-schwelm@skj.de

  • Beschreibung
  • Einblicke

Seit vielen tausend Jahren sind Pferde weltweit Freund, Partner und Helfer der Menschen. Pferde faszinieren durch ihr Aussehen, ihre Ausdauer, Kraft und ihr Wesen. Grundsätzlich sind Pferde Herden- und Fluchttiere. Das macht sie zu friedlichen, sozialen und sensiblen Wesen. Sie bieten vielseitige Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Pferde spiegeln dem Menschen auf beeindruckende Weise seine Verhaltensweisen und Emotionen.
Doppelbotschaften oder Vorurteile, wie in der menschlichen Kommunikation, gibt es nicht. Zusätzlich ermöglichen diese Tiere das Gefühl des bewegten getragen werdens und der intensiven körperlichen Nähe.

Leitbild

Menschen und Tiere sind gleichermaßen Teile der Natur und verdienen Achtsamkeit und Wertschätzung!

  • Wir nehmen die Menschen in ihrer gesamten Persönlichkeit und Einheit von Körper und Psyche an.
  • Dabei liegt unser Fokus auf den Ressourcen und Stärken des Einzelnen und nicht auf eventuell vorhandenen Beeinträchtigungen oder Schwächen.
  • Das Pferd als Interaktionspartner hat Anspruch auf artgerechte Haltung sowie Respekt und Achtsamkeit gegenüber seinen Bedürfnissen und Verhaltensweisen.

Wird bei der Reittherapie nur geritten?

Nein!
Es geht nicht hauptsächlich um das Reiten lernen an sich, sondern um einen verantwortungsbewussten und partnerschaftlichen Umgang mit Tieren.
Dazu gehört auch die Versorgung vor und nach dem Reiten, die Pflege der Pferde, das Sauberhalten der Materialien und des Arbeitsplatzes.
Es kann auch Tage geben, an denen niemand auf dem Pferd sitzt und alle Beteiligten mehr Spaß an anderen Möglichkeiten der Beschäftigung mit dem Pferd haben (z. B. Bodenarbeit, Verschönerungen der Pferde, Spaziergänge...)
Die Tagesform aller Beteiligten sollte stets berücksichtigt werden und auch eine Erkrankung des Pferdes muss nicht dazu führen, dass das Projekt nicht stattfindet. Um zu lernen, Verantwortung für ein anvertrautes Lebewesen zu übernehmen, ist es wichtig zu erleben, dass Tiere auch eine wichtige Bedeutung haben, wenn sie nicht einsatzfähig sind. In solch einem Fall wird das Tier unter fachkundiger Anleitung versorgt und seinen Bedürfnissen entsprechend betreut.

Unser Team:

Unser Pferdeteam besteht aus dem 4-jährigen Ben, einem neugierigen und freundlichen Tinkerwallach, den Shettlandponies Casper (2) und Felix (10), die aus schlechter Haltung übernommen wurden und dem großen und kräftigen Kaltblutwallach Max (ca.20).
Auch unser Pferdeteam ist sehr heterogen besetzt. Kaltblut Max ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen und trägt auch gerne mal zwei Kinder oder Jugendliche auf seinem breiten Rücken.
Tinkerjüngling Ben steht noch am Anfang seiner Ausbildung aber ist mit viel Eifer und Neugier bei der Arbeit. Er ist sehr sensibel und reagiert auf feinste Hilfengebung.
Der Shettywallach Casper ist mit seinen zwei Jahren noch ungeritten und durchaus ein freches Pony, bei dem das Gegenüber genau wissen muss, was es möchte.
Felix ist bereits 10 Jahre alt und sehr brav im Umgang. Er geht gerne mit spazieren und folgt seinem Menschen bereitwillig.

Mein Name ist Christiane Karst,

Mutter von zwei Kindern und seit 2004 als Diplom-Pädagogin in der Intensivwohngruppe des SKJ e. V. tätig. 
Die Ausbildung zur Reittherapeutin habe ich bei der Arbeitsgemeinschaft Reiten und Therapie abgeschlossen und biete die Reittherapie seit 2007 als Projekt für die Jugendlichen an.
Die Arbeit mit den Pferden und Bewohnern im Team macht mir großen Spaß und die Erfolge lassen sich auch auf die alltägliche Arbeit in der Wohngruppe übertragen. Die Jugendlichen bekommen die Möglichkeit Erfolgserlebnisse zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen, Kompetenzen zu entwickeln und jede Menge Spaß zu haben.

Ziele der Reittherapie

 Welche Entwicklungen sollen gefördert werden?

  • Erlernen von kooperativem Verhalten
  • Übernahme von Verantwortung in der Beziehungen
  • Unterstützung in der Verarbeitung von belastenden Erfahrungen
  • Abbau von Ängsten und Aggressionen
  • Stärkung der sensomotorischen Wahrnehmung und Förderung von Gleichgewicht und Balance
  • Stärkung und Lockerung der Muskulatur
  • Motorik und Gesamtkoordination
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit und der Selbsteinschätzung
  • Durchhaltevermögen ausbauen
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und Aufbau von Frustrationstoleranz
  • Erleben von Nähe und Distanz, Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Grenzen austesten

und ganz wichtig: Spaß haben und gemeinsam positive Erfahrungen sammeln!